Am 1. Juli findet das nächste Online-Event im Rahmen unseres KI-Kompass-Projektes statt. Das Thema lautet: “GenAI am Arbeitsplatz: Chancen und Herausforderungen für die Erwachsenenbildung”. Die Veranstaltung reiht sich ein in unsere Denkraum-Gespräche, die darum kreisen, wie künstliche Intelligenz (KI) die Arbeitswelt und den Bildungssektor gleichermaßen aufmischt.
Bildung als vermeintliche Lösung
Angesichts der tiefgreifenden Veränderungen durch KI wird Bildung oft als Allheilmittel beschworen. Die Idee: Durch Weiterbildung und Umschulung sollen Menschen fit gemacht werden für die Arbeitswelt von morgen. Doch so einfach ist es nicht. Denn die KI-Revolution stellt nicht nur einzelne Berufsbilder in Frage, sondern unser gesamtes Bildungssystem.
Radikaler Umbau nötig
Die “Bildung, wie wir sie kennen” steht vor einem radikalen Umbruch. Standardisierte Lehrpläne und Frontalunterricht werden den Anforderungen einer KI-geprägten Welt nicht mehr gerecht. Stattdessen braucht es mehr Selbstbestimmung und individuelle Lernwege. Nur so können Menschen die Kompetenz entwickeln, die künftig gefragt ist. Und diese Kompetenz fügt sich aus komplexen Ebenen individuell zusammen. Wir hatten dazu ja auch unsere Future Skills Lara als CustomGPT entwickelt.
Institutionen unter Druck
Diese Entwicklung setzt klassische Bildungsinstitutionen massiv unter Druck. Universitäten, Schulen und Weiterbildungsanbieter müssen sich neu erfinden, um relevant zu bleiben. Gleichzeitig entstehen neue Player im Bildungsmarkt, die mit KI-gestützten, personalisierten Lernangeboten eventuell punkten können. Und es etablieren sich neue Arbeitsszenarien, die Arbeiten und Lernen nicht mehr getrennt voneinander betrachten, sondern integrieren.
Chancen und Risiken
Die Online-Session am 1. Juli mit Christiane Carstensen von der Deutsch im Job GmbH beleuchtet diese Spannungsfelder. Einerseits eröffnet KI faszinierende Möglichkeiten für individualisiertes, lebenslanges Lernen. Andererseits droht eine weitere Spaltung der Gesellschaft, wenn der Zugang zu hochwertiger Bildung noch ungleicher wird. Eben weil das Gros der Menschen aufgrund der etablierten Strukturen überhaupt nicht gelernt hat, wie man sich am Puls der Zeit bewegen kann.
Fazit: Bildung neu denken
Klar ist: Wir müssen Bildung radikal neu denken, um die Chancen der KI-Revolution zu nutzen und ihre Risiken abzufedern. Das erfordert einen offenen Dialog zwischen allen Beteiligten – von Lehrenden über Lernende bis hin zu ArbeitgeberInnen und Politik. Die Online-Session am 1. Juli bietet dafür eine Plattform. Es wird interessant sein zu sehen, welche konkreten Ideen und Lösungsansätze dort diskutiert werden.
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