KI im Corporate Publishing: Herausforderungen und Chancen aus der Praxis

Vom Problem ausgehend die Potenziale der KI nutzen

Die Gratwanderung zwischen Effizienz und Qualität

Maya betonte, dass der Einsatz von KI in der redaktionellen Arbeit eine ständige Abwägung erfordert. Einerseits bietet KI enorme Potenziale zur Effizienzsteigerung, andererseits muss sichergestellt werden, dass die menschliche Expertise und kritische Beurteilung nicht verloren gehen. Sie illustrierte dies anhand konkreter Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag:

  • Transkription von Interviews
  • Übersetzungen mit DeepL und DeepL Write
  • Experimentieren mit KI-Tools zur Textüberarbeitung
  • Vorsichtige Nutzung für Recherchezwecke
  • Zusammenfassung von Inhalten für Social Media
  • Generierung von Interviewfragen

Besonders interessant war Mayas Erfahrung mit der Nutzung von KI zur Vorbereitung von Experteninterviews. Sie wirft Studien oder Fachartikel in Google Gemini und lässt sich Fragen vorschlagen, die über die üblichen Standardfragen hinausgehen – ein Beispiel dafür, wie KI die kreative Arbeit unterstützen kann, ohne sie zu ersetzen.

Blick in die Zukunft: Potenziale und Bedenken

Maya wagte auch einen Ausblick auf zukünftige Anwendungsmöglichkeiten von KI im Corporate Publishing:

  • Zielgruppenspezifische Anpassung von Inhalten
  • Automatisierte Audio-Formate für Artikel
  • KI-unterstützte Korrekturen und Lektorat
  • Erstellung von Inhaltsverzeichnissen
  • Ideengenerierung für Magazintitel und Claims
  • Hybride Brücken zwischen statischen Printformaten und digitaler Aktualisierung

Gleichzeitig sprach sie offen über die Herausforderungen und Bedenken, die mit dem verstärkten KI-Einsatz einhergehen:

  • Sicherstellung der Qualität bei KI-generierten Inhalten
  • Urheberrechtliche Fragen
  • Notwendigkeit der menschlichen Überprüfung und Nachbearbeitung
  • Potenzielle Auswirkungen auf freiberufliche TexterInnen

Maya unterstrich die Wichtigkeit des “Human in the Loop”-Prinzips – KI-generierte Inhalte sollten immer von Menschen überprüft und verfeinert werden.

Fazit: KI als Werkzeug, nicht als Ersatz

Die Session mit Maya McKechneay bot einen realistischen und praxisnahen Einblick in die sich wandelnde Welt des Corporate Publishing. Ihr Fazit: Während KI zweifellos das Potenzial hat, viele Aspekte der redaktionellen Arbeit zu revolutionieren, bleibt die menschliche Kreativität und kritische Beurteilung unersetzlich. Die Zukunft liegt in der geschickten Kombination von KI-Unterstützung und menschlicher Expertise, um hochwertige, zielgruppengerechte Inhalte zu produzieren.

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