Die These
Wer Souveränität als vollständige Kontrolle versteht, baut Mauern und verliert trotzdem den Anschluss. Das Buch zeigt am Beispiel von Chips, Cloud, Energie und Standards, wie Souveränität tatsächlich entsteht: nicht durch Autarkie, sondern durch Navigationsfähigkeit, klug gewählte Abhängigkeiten und eigene Unverzichtbarkeit. Von Bodins Territorialstaat über Gaia-X bis zu ASML und Monaco verfolgt es eine einzige Frage: Wie bleibt handlungsfähig, wer die eigenen Werkzeuge nicht vollständig besitzt?
Herkunft
Anja C. Wagner studierte Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Internationale Beziehungen. Seit Mitte der 1990er-Jahre arbeitet sie praktisch und wissenschaftlich an den gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung. Radikal Souverän führt beide Linien zusammen: die Frage nach internationaler Macht und institutioneller Ordnung, gelesen durch drei Jahrzehnte Erfahrung mit digitalen Infrastrukturen.
Zum Weiterlesen
Souveränität ist ein leeres Wort
Warum wir über „Kapazität” statt über Kontrolle sprechen müssen. Erster öffentlicher Aufschlag der Buchthese.
Zum Beitrag →Digitale Souveränität — der Adventskalender
24 Shorts zu einem Video zusammengeschnitten. Erster öffentlicher Thementest zur Buchthese.
Zum Video →Gesprächsangebote
Für Podcasts, Panels und Fachgespräche, fünf Einstiege in die Buchthese:
- Souveränitätstheater — warum europäische Kontrolle oft nur simuliert wird.
- Gaia-X — warum eine Hanse ohne Kaufleute nicht funktioniert.
- ASML und Zeiss — Unverzichtbarkeit als geopolitische Ressource.
- Die intelligente Mieterin — warum Abhängigkeit nicht das Gegenteil von Souveränität ist.
- Navigation statt Kontrolle — was digitale Systeme mit klassischer Souveränitätstheorie machen.
Interesse?
Das Buch entsteht gerade. Wer es lesen, besprechen oder in ein Gespräch, einen Podcast oder eine Veranstaltung einladen möchte, meldet sich am einfachsten direkt.
Kontakt aufnehmen →Erscheinungsweg noch offen. Diese Seite wird aktualisiert, sobald darüber entschieden ist.