Palantir-Chef Alex Karp hat eine Prognose: Wer die KI-Ära beruflich übersteht, gehört zu einer von zwei Gruppen. Die einen arbeiten mit den Händen — ElektrikerInnen, InstallateurInnen, alles, was keine Maschine aus der Ferne erledigt. Die anderen sind neurodivergent: Autismus, ADHS, Legasthenie. Karp ist selbst Legastheniker. Sein Argument: Diese Menschen denken quer, sehen, was andere übersehen, „eher KünstlerInnen” — und genau das könne KI nicht.
Es bleibt nicht bei einem CEO-Spruch. Palantir rekrutiert neurodivergente Talente über ein eigenes Programm. Gartner sagt: Bis 2027 machen das zwanzig Prozent der Fortune-500-Vertriebsorganisationen. Dahinter die Zahl, die alles rahmt — der IWF rechnet mit bis zu sechzig Prozent der Jobs in entwickelten Volkswirtschaften, die KI trifft.
Für alle, die jahrzehntelang als „zu chaotisch”, „zu sprunghaft”, „nicht teamfähig” abgelegt wurden, klingt das nach später Rehabilitierung. Endlich zählt das Anderssein als Vorteil, nicht als Makel.
Der Kern stimmt sogar. Genau deshalb ist er gefährlich. Und die Hälfte, die Karp nicht ausspricht, entscheidet, ob das für die meisten eine gute Nachricht ist — oder eine zynische.
Was stimmt — und warum es keine Heldengeschichte ist
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