#FLOW40: INTERVIEW MIT ANDREAS VALENTIN

Der Online-Kurs von Andreas ist jetzt ins Deutsche übersetzt und als DIGITAL MAGAZIN verfügbar. Grund genug, unser Interview mit ihm hier zu veröffentlichen.

Online-KURSE waren gestern. Heute sind DIGITAL MAGAZINE in.

Wir kommen damit den mobilen Bedarfen der Menschen entgegen und bieten zeitgemäßes Knowhow unabhängig von der Netzverfügbarkeit an. Ob Flieger, Bahn oder analoge Regionen: Nichts steht damit der Weiterbildung im Wege. Und wenn du Netz hast, findest du unser i-Tüpfelchen dann online im Internet. Ist das nicht schön?

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. (Götz Werner)

Wir haben den im ehemaligen FLOWCAMPUS beliebten, englisch sprachigen Foto-Kurs ONE-HOUR PHOTO von Andreas Valentin neu aufbereitet und auch ins Deutsche übersetzt. Aus diesem Anlass posten wir unser Interview mit ihm nun in diesem Blog.

Triff: Andreas Valentin, Ph.D.

andreasvalentin

Erstens, wer bist du? Und wie hast du zur Fotografie gefunden?

Mein Name ist Andreas Valentin. Ich bin Brasilianer deutscher Abstammung und lebe derzeit in Rio de Janeiro. Ich fotografiere seit über 50 Jahren. Ich habe in vielen verschiedenen Städten wie Bangkok, Philadelphia, Berlin und Manaus am Amazonas gelebt. Die Fotografie hat immer Türen geöffnet, um diese Orte besser zu verstehen, ihre Kultur kennenzulernen und mit ihren Menschen zu kommunizieren. Ebenso hat die Fotografie als künstlerische Ausdrucksform meinen Geist und mein Weltbild geöffnet.

Ich unterrichte Fotografie auf verschiedenen Ebenen: für Jugendliche, Hochschulabsolventen und Doktoranden sowie in privaten Workshops und Studiengruppen. Ich freue mich jetzt auf diese erste Online-Unterrichtserfahrung!

2) Was fasziniert dich an der Fotografie?

Wir leben heute in einer immer visuelleren Welt. Bilder überwältigen uns auf unseren Fernseh-, Computer- und Smartphone-Bildschirmen. Und wir alle sind sowohl Image-Produzenten als auch Image-Konsumenten. Was mich heute daran interessiert, Fotografie zu unterrichten und Menschen zu erreichen, ist, besser zu verstehen, wie wir in dieser intensiven visuellen Welt interagieren sollten.

Wie überleben wir – und unsere Bilder – in diesem Strudel von Fotos und Videos?

Nun, vielleicht sollten wir anfangen, darüber nachzudenken, anstatt einfach nur Fotos zu machen. Über Bilder, die eine längere Wirkung entfalten und in Erinnerung bleiben könnten, statt flüchtiger Bilder, die fast so schnell vergessen werden, wie sie aufgenommen werden. Vielleicht sollten wir unser Fotografieren verlangsamen.

3) Wie kann die Fotografie für die persönliche Entwicklung genutzt werden?

Zu lernen, wie man gute Fotografie macht, trägt zu unserer Gesamtentwicklung bei. Wir sehen die Welt anders: Statt eines oberflächlichen Blicks suchen wir nach Details, nach dem aus der sichtbaren Welt ausgeschnittenen Rechteck, das sich in ein gutes Bild verwandeln könnte. Wir werden scharfsinniger, bewusster gegenüber uns selbst und dem, was uns umgibt.

Um das zu erreichen, müssen wir jedoch viel üben. Anstatt nur im schnellen, automatischen Modus zu fotografieren, müssen wir versuchen, Fotos auf eine kontemplativere, nachdenklichere Weise zu machen. Wir müssen sowohl unser Gehirn als auch unsere Augen benutzen. Und, unser Gehirn zu benutzen ist immer eine nette Sache zu tun!

4) Da sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen derzeit so schnell ändern: Welchen Beitrag kann die Fotografie zu diesem Prozess leisten?

Die meisten Menschen, die heutzutage fotografieren, sind keine Profis, aber sie lieben es trotzdem zu fotografieren. Und tun dies immer mehr. Als Hobby; zum Entspannen; zum Spaß; als Marketinginstrument; um soziale Netzwerke aufzubauen; um gesehen, angeschaut, gemocht und verfolgt zu werden. Aus welchem Grund auch immer, diese sogenannten Amateurfotografen tragen dazu bei, die Fotografie zu einem Status zu erheben, den sie noch nie zuvor hatte: Sie ist heute die weltweit am meisten praktizierte zeitgenössische Aktivität.

Die Billionen von Fotos, die aufgenommen, hochgeladen, versendet und geteilt werden, verbinden Menschen auf vielfältige Weise.

5) Ein-Stunden-Mikro-Kurse als DIGITAL MAGAZIN TO GO: Was gefällt dir persönlich an diesem Format?

Ein Mikrokurs ist eine moderne Ausbildung, die perfekt zu modernen Menschen passt, denn man braucht heute kompakte, kurze und prägnante Inhalte, die sich unabhängig von Zeit und Ort nutzen lassen.

60 Minuten sind für mich ideal, um schnell einen Vorgeschmack auf ein neues Thema zu bekommen. Um zu sehen, ob ein Thema für mich und meine persönliche Entwicklung relevant ist.

60 Minuten sind auch für mich ideal, weil sie vorhersehbar und vielversprechend sind und mir helfen, den Kurs ggf. auch ohne Unterbrechung zu beenden. Weil ich den Kurs nach der Arbeit gut machen kann, wenn ich nur 1 Stunde meiner Freizeit investiere oder wenn ich eine Woche täglich 10 Minuten trainiere oder wenn ich die Mittagspause im Büro nutze.

Und mit dem Format eines DIGITAL MAGAZINs kann man jetzt gar mobile Offline-Phasen wunderbar sinnvoll verbringen. Das ist toll!

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