5 Tipps wie du ONLINE-LEHRE nachhaltig aufsetzt! (Teil 1/5)

Online-Lehre – Pflicht, nicht Kür!

Online-Lehre liegt im Trend, spätestens seit Anfang März viele Schulen und Hochschulen aufgrund des Corona-Virus geschlossen sind! Jede Lehrperson ist jetzt aufgefordert online zu lehren. Viele Lehrende stellt diese Forderung vor ein großes Problem, weil Online-Lehre an ihrer Bildungseinrichtung bislang kein Thema war. Was du tun kannst, wenn Online-Lehre keine Kür mehr ist, sondern zur Pflicht wird, erfährst du in der neuen Artikel-Reihe von FROLLEINFLOW.

Lehren & Lernen in Zeiten von Corona

Immer mehr Lehrende und Lernende nutzen immer öfter Online-Dienste wie Videokonferenzen, digitale Tafeln, Instant-Messaging und mehr, um in Kontakt zu bleiben und den Unterricht aufrecht zu halten. Wer bereits Erfahrung mit Online-Lehre hat, ist jetzt klar im Vorteil!

Im Netz und in persönlichen Beratungsgesprächen erleben wir jedoch sehr oft, dass sich viele Lehrende aus klassischen Bildungseinrichtungen noch nicht bzw. nicht tiefergehend mit Online-Lehre beschäftigt haben. Sie können sich kaum vorstellen wie sich ein „Distance Learning“-Szenario aufsetzen lässt.

Hinzu kommt die Frage, wie lange die Phase der Online-Lehre andauern wird? Niemand weiß aktuell, wie lange Bildungseinrichtungen geschlossen bleiben. Grund genug, die aktuelle Phase sinnvoll zu nutzen, um zu überlegen wie Online-Lehre nicht nur zweckorientiert, sondern nachhaltig aufgesetzt werden kann.

Fokus:  Lehr- Lernszenario

In Gesprächen mit Lehrenden unterschiedlicher Bildungseinrichtungen in den letzten Tagen, die sich auf den Weg in die digitale Welt machen, wurde immer wieder eine Frage gestellt: 

  • Wenn digitale Lehre kein 1:1-Abbild der Präsenzlehre sein kann und soll, wie lehrt man dann online?

Diese Frage ist klug, weil mittlerweile fast alle Lehrenden wissen, welche Tools es für Online-Lehre gibt. Lehrende indes ebenso wissen, dass Tools alleine nicht ausreichen, um gute Online-Lehre zu bieten. Es braucht ein Konzept, um gute Online-Lehre aufzusetzen.

Zeitgemäße Szenarien für Online-Lehre konzipieren

Ein Lösungsansatz, der bei unseren Gesprächen mit Bildungsakteuren, die mit Online-Lehre jetzt durchstarten möchten, immer wieder überzeugt hat, ist die zielorientierte Gestaltung von Lehr-Lern-Szenarien.

Um hier eine grundsätzliche Orientierung zu bieten, veröffentlichen wir im Laufe dieser Woche jeden Tag ein Szenario – und zeigen wie man dieses rein online abbilden kann. Wir werden euch insgesamt 5 Lehr-Szenarien vorstellen:

  1. Klassisches Szenario
  2. Einstiegs-Online-Szenario
  3. Blended Learning Szenario
  4. Ko-kreatives Szenario
  5. Kollaboratives Szenario 4.0

1. KLASSISCHES SZENARIO

Als klassisches Szenario lässt sich gestrafft das bezeichnen, was die meisten Menschen mit Klassenräumen assoziieren. Vorne (an der Tafel) steht eine Lehrperson, die erzählt und dann geht es darum, dass die Lernenden lauschen und Knowhow verfestigen.

Dieses Szenario ist ein typisches Beispiel, wie Lehre in klassischen Bildungseinrichtungen sich vollzieht. Alles hat seine Berechtigung und wird hier nicht qualitativ bewertet. Wir haben dieses klassische Szenario in der Abbildung 1- A “Klassisches Szenario. Lehre alter Schule” dargestellt.

So, nun soll dieses Szenario plötzlich auf online gestellt werden. Was tun?

Ihr könntet jetzt damit starten, dass ihr eure Lehrinhalte, Skripte o. Ä. als “Vorlesung” in einer Videokonferenz vor-lest. Diese Vorgehensweise entspräche einer eins-zu-eins-Übersetzung von klassischem Szenario in Online-Szenario. Allerdings stellt sich hierbei die Frage, ob reines Vorlesen (online) eine gute Lösung ist und ob es nicht eine bessere Lösung gibt, insbesondere mit Blick darauf, die Qualität der gesamten Veranstaltung zu verbessern!

Aber wie dann, fragt ihr euch vielleicht?

Grundsätzlich kann man sich die Taktung einer Veranstaltung(sreihe) im horizontalen Verlauf pro Tag, Woche oder über ein Semester vorstellen. Dies kommt auf die Lernziele an, die ihr zu erreichen versucht. Überlegt bitte, möglichst viel „Stoff“ der synchronen Kommunikation in den asynchronen Raum zu verlängern, um die Lernprozesse zu entzerren und mehr Luft zum Nachdenken zu lassen.

Der hier visuell angelegte Parcours kann euch ggf. als strukturierende Idee und als Impulsgeber dienen. In der vertikalen Ausgestaltung eures Konzepts seid ihr als Lehrende frei, euch auszuprobieren in der Gestaltung der einzelnen Veranstaltungseinheiten. Experimentiert ruhig. Und nutzt das vielfältige Material, das bereits im Netz verfügbar ist. Ihr müsst nicht alles selbst nachbauen. Arbeitet kollaborativ, wenn möglich institutionsübergreifend. Und teilt eure Erfahrungen, so dass wir alle wechselseitig voneinander lernen.

Am Ende eurer konzeptionellen Phase habt ihr auf jeden Fall ein konkretes Lehrkonzept mit einem zeitlichen Rahmen, das ihr bespielen könnt. Viel Erfolg!

Lehre alter Schule
Rein online

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