FROLLEINFLOW im Bundestag

Morgen ist ein weiterer interessanter Tag für uns. Wir dürfen bei zwei (!) Veranstaltungen im deutschen Bundestag aktiv teilnehmen.

Fachkongress „Die digitale Bildungsarena und die Zukunft der Weiterbildung“ der FDP-Fraktion

Ich darf dort auf dem Podium sitzen …. (15-17 Uhr)

Der digitale Wandel verkürzt die Halbwertszeit von Berufsabschlüssen drastisch. Immer mehr Menschen werden in Berufen arbeiten, auf die sie ihre Ausbildung nicht vorbereiten konnte. Auf dem Arbeitsmarkt gilt künftig: ‚Learn or die‘. Nur wer sich ständig weiterbildet und lebenslang lernt, kann erfolgreich sein und die Chancen der Digitalisierung nutzen. Das gilt für Arbeitnehmer und Freelancer gleichermaßen. Wir wollen Weiterbildung per Mausklick ermöglichen. Die digitale Bildungsarena soll Weiterbildungsangebote bundesweit bündeln, transparent darstellen und leicht zugänglich machen. 

Ist das die richtige Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft und wie muss eine digitale Bildungsarena ausgestaltet sein? Darüber wollen wir mit Ihnen diskutieren. 

Dies ist der Ankündigungstext laut Website.

Auf Wunsch hatte ich ein Statement vorbereitet. Sie wollten vorab etwas Werbung für die Veranstaltung machen. Bislang ist mir nicht bekannt, ob sie mein Feedback genutzt haben. Vielleicht waren sie auch etwas irritiert ob meiner Meinung?! Wie auch immer. Freue mich wirklich auf die Diskussion. Wir müssen ja alle schauen, wie wir dem „Problem“ gut trotzen – auch wenn ich die Problembeschreibung derzeit auf sämtliche Führungspersonen erweitern würde, inklusive Politiker*innen …. 😉

Ich begrüße, dass es mit der digitalen Bildungsarena jetzt neben Milla und unserem Bedingungslosen Lernguthaben eine weitere Idee auf die politische Bühne geschafft hat, die eine grundlegende Veränderung der Weiterbildungslandschaft anstrebt. Was ich gut an Ihrer Idee finde, ist die angestrebte Verrechnung eines „LERNGUTHABENS“. Was ich kritisch sehe an einer PLATTFORM, ist die Fokussierung auf formale Angebote vorrangig deutscher Anbieter, die bislang wenige Anstrengungen unternommen haben, zeitgemäße Angebote zu entwickeln. Ganz davon ab wissen wir, dass Menschen vor allem informell lernen und sie hier eine fundamentale Weiterbildung benötigen, um sich fortan lebenslang selbstbestimmt entsprechend ihrer persönlichen Stärken weiter entwickeln zu können. Mit dem Internet existiert ja bereits ein zweites Bildungssystem, das von Menschen vielfältig genutzt wird, sofern sie wissen, wie sie dabei vorgehen können.

Das war mein Vorab-Statement.

Fachgespräch: „Coworking auf dem Land“ der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Ich darf dort den Anfangsimpuls setzen. (18 – 20 Uhr)

Arbeiten mit Weitblick – Coworking auf dem Land. Neue, digitale Arbeit in Gemeinschaft als Chance für ländliche Regionen

Gemeinsam statt einsam die Chancen der Digitalisierung in der Arbeitswelt nutzen – ungefähr so lautet das Versprechen von Coworking Spaces in ländlichen Regionen. Wer ein Dorf oder eine Kleinstadt sein Zuhause nennt, ist meist lange Arbeitswege gewöhnt. Dabei ist Pendeln nicht mehr notwendig, denn die Arbeit kann heute zum Menschen kommen, vorausgesetzt die Glasfaserkabel haben bereits ihren Weg ins Dorf gefunden. Neue Arbeitsformen finden schrittweise Einzug in unsere Arbeitswelt. Home-office oder Coworking sind für die meisten keine Fremdwörter mehr, auch auf dem Land nicht. Aber diese Entwicklung bringt Herausforderungen und Veränderungsbedarfe mit sich.

Was bedeuten die Digitalisierung und diese neuen Formen der Arbeit für die Unternehmen und für die Arbeitswelt? Welche Rahmenbedingungen und Einstellungen müssen sich ändern, damit Coworking Spaces auch in der Breite eine Chance haben? Und was bedeutet Coworking für die kommunale Entwicklung? Ist es mehr als nur ein Ort für Menschen, die arbeiten wollen wie in der Stadt, aber das auf dem Land? Wie hoch ist der Gewinn an Lebensqualität für die lokale Bevölkerung und das Potential Ortskerne zu beleben? Welche Modelle haben sich bewährt? Wie kann der Bund Initiativen und Kommunen unterstützen? Diese Fragen möchten wir mit Ihnen und unseren ReferentInnen erörtern.

Öffentliche Fachtagung, ob Handlungsbedarf seitens der Politik besteht, CoWorking auf dem Land zu fördern

Inwiefern besteht Veränderungsbedarf angesichts der Bewegung bei den Arbeitsplätzen generell?

Dies ist der Ankündigungstext auf Facebook.

Die zentrale Frage der gesamten Veranstaltung lautet, ob seitens der Politik Handlungsbedarf besteht, CoWorking auf dem Land verstärkt zu fördern. Es gilt gemeinsam einzuordnen, inwiefern angesichts der Bewegung am Arbeitsmarkt grundlegende Veränderungen in unserer generellen Sicht auf Arbeit erforderlich sind.

Das ist eine interessante Diskussion, in der ich persönlich auch zwiegespalten bin, was die Bedeutung der ländlichen Regionen anbelangt. Schauen wir, was die Diskussion bringt. Ich selbst werde in meinem Impuls darauf hinwirken, diese ganze CoCreation-Bewegung einzuordnen in die großen Erzählungen, die es heute mit Blick auf die Zukunft braucht. Wir brauchen mehr MOONSHOT THINKING!

CoWorking auf dem Land kann darin vielleicht einen kleinen Baustein beitragen.

Und so sieht dann meine letzte Folie aus, wobei wir noch verhandeln, ob eine visuelle Präsentation möglich ist. (Was ich befürworten würde, weil sich sonst in Deutschland niemand genau vorstellen kann, wovon ich spreche. Aber ich vermute, man hat Angst vor diesen langatmigen Text-Folien, die dann vorgelesen werden. Tatsächlich ist dies die einzige Text-Folie – als Fazit sozusagen …)

ARBEITEN MIT WEITBLICK

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